23.5.2017 - Hochschul-Absolventenmesse: das seltsame Verhalten der potenziellen IT-Berater
Auch als kleine Firma gehen wir regelmäßig zu Bewerbungsmessen für Hochschulabgänger. Dabei ist es schon sehr interessant die Besucher zu beobachten und einzuschätzen. Nach Besuch einer mindestens zweistelligen Anzahl an Bewerbermessen für Hochschulabsolventen lernt man diese besser einzuschätzen. Und interessanterweise stimmt es auch wirklich meistens, d.h. es gibt diese Klischees und sie sind nicht aus der Welt gegriffen.
Konkret: Ich weiß in der Regel schon am Auftreten, Vorbeigehen, Herangehen an unseren Stand auf diesen Messen, ob diese Person als IT-Berater geeignet wäre. Vielleicht sind hier die Consultants mit ihrer völligen Transparenz für den Kunden besonders, aber das macht es halt auch einfacher.
Aber nun zu den Besuchern. Ein Großteil ist noch gar nicht soweit um sich ernsthaft zu bewerben. Die schlendern dann meist in Grüppchen durch die Messen und nehmen das Ganze im „Vorbeigehen“ zu sich. Was kommt dabei konkret raus? Nichts. Es ist anzunehmen, dass z.B. bei einer technischen Hochschule entsprechend viele Unternehmen aus dem Automobilsektor vertreten sein werden und diese Namen sind in der Regel vorher schon bekannt. Somit, keine wirkliche Erkenntnis.
Ein anderer Teil der Studenten weiß gar nicht, wie der Job aussehen sollte, um sich wohl zu fühlen. Hier helfen natürlich auch externe Benchmarks für Firmen, um zumindest das Umfeld bezüglich Verträglichkeit mit den (so denn vorhanden) eigenen Vorstellungen abgleichen zu können. Üblicherweise findet man hier auch häufig unvorbereitete Besucher.
Nun zum letzten (wünschenswerten) Teil der Besucher.
Die Studenten haben eine genaue Vorstellung des möglichen Startzeitpunktes, der Arbeitsinhalte, haben sich vorab auf Webseiten etc. informiert und bringen gleich einen groben Lebenslauf mit. Dies beschleunigt den ganzen Prozess ungemein und führt viel eher zu positiven Gesprächen und eventuellen späteren Einstellungen.