15.3.2017 - Rat vom Chef an seine IT-Berater: Her mit den Informationen!

Heute mal ein ganz anderes Thema: Warum reagieren wir eigentlich immer so heftig, wenn wir nicht informiert sind oder wenn wir glauben, nicht informiert zu sein? Bei unseren externen Benchmarks zum Thema Führung gibt es immer wieder einen Kritikpunkt, nämlich das Gefühl nicht vollumfänglich informiert zu sein.

 

Und tatsächlich kann dies jeder im privaten und beruflichen Umfeld sicherlich nachempfinden. Beispiel hierfür war neulich meine (geplante) Bahnfahrt nach Hause. In der Navigator App war zu sehen, dass es wohl ein Problem in einer Innenstadt gab und daher eine Verzögerung von ca. 12 Minuten. Soweit so gut. Die Bahn konnte auch gar nichts dafür. Es war eine Sperrung aufgrund der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg. Jetzt wäre die Bahn nicht die Bahn, wenn sich dies nicht noch kräftig hochgeschaukelt hätte. Unser ICE hatte also pro Halt immer mehr Verspätung und wir hatten intensivste Untersuchungsmöglichkeiten namenloser Gegenden aufgrund unbestimmter Halte. Jedem ist klar, dass das Thema Schiene und alternative Fahrtmöglichkeiten sehr komplex werden kann, nichtsdestotrotz hätte es Möglichkeiten gegeben auf andere ICE Strecken auszuweichen. Aber es kam anders. Die Durchsage lautete für mein Fahrziel bitte im Zug bleiben, es würde eine alternative Reisemöglichkeit zur Verfügung gestellt (Verspätung war schon bei über einer Stunde). Als es dann aber so weit war, wusste man von keiner Möglichkeit mehr, die Stationsanzeigen und Durchsagen waren ausgefallen und keiner der Reisenden wusste mehr, wie er weiter kommt und war entsprechend sauer. M.E. ein Beispiel für verfehlte Informationspolitik.

 

Jetzt ist Information natürlich nicht nur eine Bring- sondern auch eine Holschuld. Wenn aber dann auch alle Versuche, sich Informationen zu beschaffen schief gehen, dann ist der Unmut vorprogrammiert. Daher mein Rat: Immer lieber eine Informationen zu viel als zu wenig geben – sobald man sich sicher sein kann, dass dies auch wirklich eine richtige Information ist (und nicht wie im Beispiel oder bei alternativen Fakten).

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